• Petra Grossmann

Wohnungssuche - so findet Ihr neuer Experte schnell ein Wohlfühl-Zuhause


Sie haben einen neuen Mitarbeiter akquiriert. Herzlichen Glückwunsch!


Dieser Experte im Team kommt für seine neue Aufgabe bei Ihnen extra aus dem Ausland. Eine ganze Reihe von Punkten, die dabei zu beachten sind, damit sich diese Investition für Sie als Arbeitgeber auch lohnt.

Klar, dass der neue Job stimmen muss, Aufgaben und berufliches Umfeld müssen passen, damit Ihr neuer Kollege sich wohl fühlt. Aber neben diesen job-bezogenen Punkten sollte auch das private Umfeld stimmen.

Wichtiger Punkt: das neue Zuhause!

Zentrales Thema für Ihren Mitarbeiter bei einem solchen Schritt ist immer die neue Wohnung. Sollte es geplant sein, dass die Familie, also Partner und vielleicht sogar Kinder, mitkommen, so ist das richtige Wohlfühl-Zuhause noch wichtiger und die Entscheidung dafür wird dann in der Regel auch von mehreren Personen getroffen.

Ist nicht nur schöner, sondern spart auch jede Menge Geld

Nicht nur, dass mit dem passenden Zuhause das Einleben am neuen Standort viel schneller geht, Sie sparen sich auch noch hohe Hotelkosten, wenn sich Ihr Mitarbeiter zügig aus dem Hotel verabschieden kann.

Eine möblierte Wohnung kann eine schöne und unkomplizierte Alternative sein.


Möblierte Wohnungen sind aber immer teurer, als unmöblierte – und das nicht unwesentlich. Da können Preisunterschiede von bis zu 80% marktüblich sein. Bis zu einem Zeitraum von 12 bis 18 Monaten kann es für Sie als Unternehmen, aber auch für Ihren Mitarbeiter wirtschaftlich interessant sein, im möblierten Zuhause zu bleiben. Ist aber von Anfang an ein längerer Aufenthalt geplant, dann sollten Sie oder Ihr Mitarbeiter schnell nach einer unmöblierten Wohnung suchen und den Einrichtungsstress (kann ja auch Spaß machen) auf sich nehmen.

Bei der Suche gibt es einiges zu beachten

Es ist mittlerweile sicher allen hier bekannt: Der Wohnungsmarkt ist schnelllebig und angespannt. Ihr neuer Mitarbeiter allerdings weiß das in der Regel nicht. Erklären Sie ihm von Beginn an, was ihn erwarten wird.

Wir erleben es oft, das attraktive Wohnungsangebote auf den Wohnportalen in kürzester Zeit hunderte von Anfragen erhalten. Je besser also eine solche Wohnungssuche vorbereitet ist, umso höher sind die Erfolgschancen.

Gute Vorbereitung ist alles

Zunächst mal sollte Ihr neuer Mitarbeiter wissen, was ihn oder sie auf dem deutschen Wohnungsmarkt erwartet.

Typisch deutsch ist beispielsweise, dass Wohnungen ohne Einbauküche vermietet werden, ohne Leuchtkörper in den Räumen (deshalb sind im Winter oft Besichtigungen in einigen Wohnungen nur bis etwa 16 h möglich, dann wird es dunkel…) und ohne Schränke.

Gerade das Einbauen einer Einbauküche kann Nerven und Geld kosten. Daher empfehlen wir immer, bei der Wahl der Wohnung wenigstens auf eine Küche zu achten oder vielleicht sogar gegen eine kleine Ablösesumme die Küche vom Vormieter zu übernehmen. Normalerweise kann die Küche dann bei Auszug gut an den nachfolgenden Mieter weiterverkauft werden.

Unser Tipp: lassen sie sich bereits beim Einzug schriftlich vom Vermieter bestätigen, dass die Küche bei Auszug in der Wohnung verbleiben darf und an den nächsten Mieter verkauft wird. Worst Case wäre, wenn ihr Mitarbeiter eines Tages wieder seinen Wegzug aus Deutschland plant und dann on top noch eine Einbauküche ausbauen und entsorgen muss.

Auch ist es nicht immer überall selbstverständlich, dass es einen Waschraum oder gar bereits installierte Waschmaschinen gibt.

Andere Länder, andere Sitten

Wir wissen von einigen unserer Klienten, dass in deren Heimatland der Wohnungsmarkt so entspannt ist, dass man dem Vermieter bei Interesse noch einen Vorschlag über die Höhe der Miete, die man selber zahlen möchte, machen kann. Das wäre derzeit in Deutschland die absolute Ausnahme und nur, wenn die Miete exorbitant hoch erscheint oder die Wohnung schon sehr lange leer steht, raten wir dazu, die Miete nochmal zu verhandeln.

Viele Expats, die wir aus den USA betreuen, sind viel größere Wohnungen als wir gewohnt.

Um spätere Enttäuschungen zu vermeiden, raten wir hier immer dazu, die Vorstellungen des Mitarbeiters frühzeitig an die Realitäten anzupassen. Dazu kommt noch, dass es meist in unseren Wohnungen kein Masters Bathroom (also ein Badezimmer, das nur vom Elternschlafzimmer aus zugänglich ist) gibt. Auch die Breite der Betten oder die Größe der Matratzen kann schon mal zu Fragen führen.

Sollte ihr Mitarbeiter planen, seine Möbel mitzunehmen aus seinem Heimatland, so sollte er prüfen ob bei Elektrogeräten die Spannung identisch ist. Stecker sind schnell gewechselt, aber wenn die Stromspannung nicht gleich ist, kann es sein, dass ein Spannungsumwandler dauerhaft die Geräteleistung beeinträchtigt.

Nicht die Katze im Sack kaufen

Auch, wenn die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt ist: hin und wieder kommt es vor, dass Vermieter oder Makler den Mietvertag während der ersten Besichtigung in der Wohnung unterschreiben lassen wollen.

Davon raten wir davon dringend ab!

Es muss genug Zeit da sein, um den Vertrag in Ruhe zu lesen und gerade bei nicht-deutschsprachigen Mitarbeitern sollte die Zeit da sein, den Vertrag mit einem Dolmetscher durchzugehen und zu übersetzen.

Achtung, Betrug!

Hin und wieder gibt es Versuche, Wohnungen zu vermieten, die gar nicht vorhanden sind. Das sind dann sehr attraktive Angebote und der potentielle Vermieter versucht, die Vermietung unter fadenscheinigen Vorwänden ohne Besichtigungstermin zu vermieten. Wir empfehlen unbedingt, hier auf Nummer sicher zu gehen!

Maklerkosten ade

Seit 2015 gilt das Bestellerprinzip beim Makler. Das heißt, Wohnungen, die von Maklern am Markt angeboten werden, unterliegen keinen Maklerkosten mehr, die Sie zahlen müssen. Der Eigentümer übernimmt diese Kosten, da er den Makler beauftragt hat. Lediglich, wenn Sie einen Makler extra mit der Suche beauftragen, werden Kosten fällig.

Klar ist also, bei der angespannten Lage am Wohnungsmarkt sollte eine Wohnungssuche optimal vorbereitet sein. Das erhöht deutlich die Chancen!

Wir empfehlen von Beginn an:

  • eine Selbstauskunft vorab auszufüllen. Diese kann dann bei Interesse sofort weiter gegeben werden.

  • ein aussagekräftiges und freundliches Arbeitgeberschreiben. Ihr neuer Kollege kann in der Regel noch keine Schufa Auskunft nachweisen. Umso besser, wenn mit einem Arbeitgeberschreiben die Zahlungsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit belegt wird.

  • und unser Extratipp: Lassen Sie ihren neuen Mitarbeiter ein kleines Porträt von sich und seiner Familie vorbereiten. Mit Fotos und Infos zu den Hobbies und Lebensgewohnheiten. Gerade Familien, die ein neues Zuhause suchen, punkten damit extra.

Mit offenen Armen Willkommen!

Und wenn Ihnen das alles zu viel wird, dann schalten Sie uns ein. Wir unterstützen Sie gerne bei der Wohnungssuche und sorgen dafür, dass Ihr neuer Mitarbeiter sich schnell zuhause fühlt am neuen Standort.

Zu kompliziert, das alles ihrem neuen Kollegen, ihrer Kollegin zu erklären? Hier finden Sie diesen Artikel auch in Englisch.

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Bitte beachten Sie: unsere Inhalte sind nicht rechtlich bindend, beruhen auf eigenen Erfahrungen und können an verschiedensten Standorten in Deutschland ganz unterschiedlich gehandhabt werden.

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